Burnout-Prävention mit Hilfe von Hypnose

Aktualisiert: 24. Sept 2019


Einer Studie der Betriebskrankenkasse Pronova zufolge sieht Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland für sich ein mäßiges bis hohes Burnout Risiko. Zunächst ist Burnout kein eindeutiger medizinischer Begriff. In der Literatur findet sich der Ursprung in den 1970-er Jahren in den USA. Erst ab 2022 nimmt die WHO in ihrem Klassifizierungssystem (ICD 11) Burnout als eigenständige Erkrankung auf. Dies allerdings streng begrenzt auf den Arbeitsplatz. Ich persönlich sehe in dieser Erkrankung einen beruflichen Auslöser jedoch auch einen engen familiären Zusammenhang. Der Mensch lebt schliesslich nicht isoliert an seinem Arbeitsplatz.


In der Anfangsphase ist das Syndrom gut behandelbar. In der späten Phase kann ein Burnout zu dem Verlust der Arbeitsfähigkeit führen. Eine rechtzeitige Vorsorge kann den Ausbruch verhindern und dem Betroffenen viel Leid, Zeit und auch Geld ersparen.


Was bei einer Diagnosen fast immer an erster Stelle steht ist das GEFÜHL DER ERSCHÖPFUNG.

Ein "Gefühl der Erschöpfung" ist zunächst unspezifisch und sollte von daher um einige Faktoren ergänzt werden. Burnout-Indikatoren sind vielfältig und unterschiedlich. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus tauchen besonders folgende Faktoren bzw. Phasen auf:


Indikatoren/Phasen


1. Hamsterrad

Zunächst dreht sich nach einer sehr aktiven Phase im Berufsleben der positive Stress in negativen Stress um. Man ist unkonzentriert und fühlt sich überfordert. Die Arbeit erscheint einem wie in einem Hamsterrad. Die angestrebten Ziele werden nicht mehr erreicht oder sie erscheinen einem zunehmend diffus.


2. Keine ausreichende Regeneration

Die Erholungsphasen sind zu kurz und/oder werden durch eine innere Anspannung begleitet.Die "Work-Life-Balance" ist zunehmend gestört.


3. Schlafstörungen

Parallel tauchen fast immer Schlafstörungen auf. Das Grübeln vor dem Einschlafen oder Durchschlafstörungen bzw. das morgendliche Früherwachen inklusive Grübeln sind typisch.



4. Leistungsabfall

Das Leistungsniveau am Arbeitsplatz -und auch im privaten Bereich- sinkt. Die daraus resultierende Nicht-Anerkennung der Kollegen und Vorgesetzten oder auch die des Partners wirken wie "Brandbeschleuniger". Ein Teufelskreis entsteht. Der Betroffene fühlt sich zunehmend frustriert.



5. Sozialverhalten ändert sich

Ein kritischer Punkt ist das geänderte soziale Verhalten. Dies kann von ungewohnter Gleichgültigkeit oder Abgestumpftheit hin bis zu erhöhter Reizbarkeit oder Aggressionen führen.


Ein Tipp: Fragt mal in Eurem vertrauten Umfeld nach, ob Ihr Euch verändert habt.


Wie kann man einem Burnout vorbeugen?

Hier führen mehrere Wege nach Rom. Das rechtzeitige Erkennen und das Bedürfnis, etwas dagegen zu unternehmen ist zunächst das Wichtigste. Seid offen und ehrlich zu Euch selbst. Das Eingestehen einer Schwäche ist am Ende Eure Stärke. Bewährt haben sich Ausdauersport (nach Medizincheck) sowie Entspannungstechniken wie Yoga und Meditation. Welches Dein persönlicher Weg ist musst Du selbst herausfinden. Zögere auch nicht, Dir psychologische Hilfe zu suchen.


Wie kann eine Hypnosetherapie helfen, einem Burnout vorzubeugen?

Die Hypnose ist ein direkter und effektiver Weg zu Deinem Unterbewusstsein. Sie kann Dir helfen, Entspannung zu finden und wieder in ein Gleichgewicht zu gelangen.


Ein wichtiger Punkt ist die Möglichkeit, unbewältigte Konflikte zu verarbeiten. Hierzu ein klassisches (in der Praxis häufig anzutreffendes) Beispiel: Hast Du früher in Deiner Kindheit und Jugend unter einem dominanten Elternteil gelitten und ist Deine Chefin dominant, dann kann es sein, dass dieses negative Gefühl bei Deiner Arbeit reaktiviert wird. Hier kann die Hypnosetherapie gezielt helfen, den aufgestauten Konflikt zu lösen. Deine Chefin wird danach zwar nicht netter aber Du wirst in der Lage sein, besser mit ihr umzugehen. Sie wird Dich zukünftig emotional nicht mehr so stark nach unten ziehen. Wenn Du Dich fragst, warum Deine Kollegen besser mit ihrer Art fertig werden, dann ist das genau der Unterschied.


Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn Du bemerkst, dass dunkle Wolken aufziehen, die auf ein Burnout hindeuten, dann zögere nicht sondern nimm diese Herausforderung des (Arbeits-)-lebens an.






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