CORONA: Auslöser vieler Ängste

Aktualisiert: 6. Mai 2020


Die Coronaviruserkrankung (Covid 19) breitet sich auf der ganzen Welt rasant aus. Noch schneller als das Virus selbst breiten sich Ängste in der Bevölkerung aus. Zum einem ist es die Angst, das man sich selbst oder nahe Angehörige anstecken könnte. Diese Ängste werden durch die Medienflut verstärkt. Die Bilder von Menschen auf Intensivstationen oder auf den Fluren der Krankenhäuser sind tief in unser Gedächtnis eingedrungen.


Zum anderen ist eine veritable Wirtschaftskrise im Anmarsch: Über 1/3 der deutschen Betriebe haben zur Zeit Kurzarbeit angemeldet. Viele Arbeitnehmer und Unternehmer wissen nicht, ob ihre Betriebe am Ende die Krise noch existieren. Es grenzt an schon an Zynismus, wenn ein Politiker einem an Existenzangst leidenden Gastronomen dann rät, die Zeit der kompletten Stilllegung für den Einbau einer neuen Heizung zu nutzen.


Die Krise ist zunächst real. Allerdings tauchen aus unserem Unterbewusstsein häufig zusätzlich irreale Ängste auf. Grund hierfür sind oftmals unbewältigte, emotionale Konflikte aus der Vergangenheit, die durch den monatelangen Krisenmodus noch oben gespült werden. Diese Ängste blockieren unsere Bewältigungsstrategien und sollten verarbeitet werden.


Gerade jetzt müssen wir nicht nur unser körperliches sondern auch unser geistiges Immunsystem stärken.

Die Wege zu einem stärkeren psychischen Immunsystem sind unterschiedlich. Für den einen hilft Joga oder autogenes Training. Andere benötigen Hilfe von aussen. Man sollte die geschenkte Zeit jedoch nutzen, sich offen mit den eigenen Ängsten zu beschäftigen.


Es geht am Ende darum, irreale Ängste zu überwinden. Dadurch wird Eure psychische Widerstandsfähigkeit erhöht. Die realen Ängste einerlei ob vor dem Virus oder den wirtschaftlichen Folgen verlieren ihren Schrecken. Ihr könnt Euch selbstbewusst mit den Herausforderungen auseinandersetzen. Die Krise kann so zu einer Chance wachsen.








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